Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der DialogKompass Austria GmbH

Stand: Juli 2026

1. Einleitung und Annahme der Bedingungen

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Verträge, Leistungen und sonstigen Rechtsbeziehungen zwischen der DialogKompass Austria GmbH, DialogKompass, Schönbrunner Straße 213/2/18, 1120 Wien, Österreich, E-Mail: [email protected], Telefon: +43 1 890 47 26 (nachfolgend „Anbieterin“) und ihren Kunden (nachfolgend „Kunde“).

Die Anbieterin erbringt Leistungen im Bereich Dialogmarketing, insbesondere Telefonakquise und Lead-Qualifizierung, Inbound-Kundenservice und Bestellannahme, Terminvereinbarung für Vertriebsteams, Kampagnenmanagement für Dialogmarketing, Kundenbefragungen und Marktforschung, Beschwerde- und Rückgewinnungsmanagement sowie Datenpflege und Adressqualifizierung.

Mit der Beauftragung, Annahme eines Angebots, Nutzung der Leistungen oder sonstigen konkludenten Zustimmung erkennt der Kunde diese AGB als verbindlich an. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden gelten nur, soweit die Anbieterin ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

Diese AGB gelten sowohl gegenüber Unternehmern im Sinne des Unternehmensgesetzbuches (UGB) als auch, soweit anwendbar, gegenüber Verbrauchern im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG), wobei zwingende Verbraucherschutzvorschriften unberührt bleiben.

2. Leistungsumfang

Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot, Vertrag, Projektbriefing oder einer sonstigen schriftlichen Leistungsbeschreibung. Die Anbieterin erbringt insbesondere folgende Dienstleistungen:

Die Anbieterin schuldet grundsätzlich die fachgerechte Erbringung der vereinbarten Leistungen, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, keine bestimmte Abschlussquote, keine bestimmte Anzahl an Leads, Terminen, Verkäufen oder Rückrufquoten, sofern dies nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde.

Die Anbieterin ist berechtigt, zur Leistungserbringung qualifizierte Mitarbeiter, Unterauftragnehmer oder technische Dienstleister einzusetzen, sofern dadurch berechtigte Interessen des Kunden nicht unzumutbar beeinträchtigt werden und datenschutzrechtliche Anforderungen eingehalten werden.

Änderungen des Leistungsumfangs, zusätzlicher Aufwand oder Mehraufwand durch unvollständige, fehlerhafte oder verspätete Mitwirkung des Kunden werden gesondert vergütet, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.

3. Pflichten und Verantwortung des Kunden

Der Kunde verpflichtet sich, der Anbieterin sämtliche für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen, Freigaben, Zugänge, Ansprechpartner und Weisungen rechtzeitig, vollständig und richtig zur Verfügung zu stellen.

Insbesondere trifft den Kunden folgende Verpflichtungen:

Der Kunde garantiert, dass sämtliche von ihm bereitgestellten Inhalte, Daten und Anweisungen frei von Rechten Dritter sind oder die erforderlichen Nutzungsrechte vorliegen. Er hält die Anbieterin von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen oder vertragswidrigen Nutzung durch den Kunden resultieren.

Der Kunde darf die Leistungen der Anbieterin nicht für rechtswidrige, irreführende, belästigende oder sonstige unzulässige Zwecke einsetzen.

4. Vergütung, Zahlungsbedingungen und Konditionen

Die Vergütung richtet sich nach dem jeweils vereinbarten Angebot, der Preisliste oder dem Vertrag. Alle Preise verstehen sich, sofern nicht anders angegeben, in Euro und exklusive gesetzlicher Umsatzsteuer.

Rechnungen sind, sofern nichts anderes vereinbart wurde, innerhalb von 14 Kalendertagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug ist die Anbieterin berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe sowie angemessene Mahn- und Inkassospesen geltend zu machen.

Die Anbieterin ist berechtigt, bei Projekten mit laufendem Aufwand oder bei größeren Kampagnen angemessene Akontozahlungen, Abschlagszahlungen oder Vorauszahlungen zu verlangen.

Aufrechnungs- und Zurückbehaltungsrechte stehen dem Kunden nur zu, soweit seine Gegenansprüche rechtskräftig festgestellt, unbestritten oder von der Anbieterin anerkannt sind. Bei Unternehmern ist die Aufrechnung mit bestrittenen Forderungen ausgeschlossen.

Sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart, werden Reise-, Telefon-, Versand-, Software-, Lizenz- oder sonstige Dritt- und Nebenkosten zusätzlich verrechnet.

5. Stornierung, Kündigung und Rückerstattung

Soweit ein Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde, kann er von jeder Partei unter Einhaltung der vereinbarten oder, mangels Vereinbarung, einer angemessenen Frist gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

Wurde ein Projekt, eine Kampagne oder ein Leistungspaket beauftragt, sind bereits angefallene Leistungen, vorbereitende Tätigkeiten, reservierte Kapazitäten sowie nicht mehr stornierbare Fremdkosten vollständig zu vergüten.

Eine Rückerstattung bereits bezahlter Entgelte erfolgt nur insoweit, als Leistungen von der Anbieterin noch nicht erbracht wurden und der Nichtleistung kein Umstand aus der Sphäre des Kunden oder ein höherer Gewalt betreffender Fall zugrunde liegt. Bereits begonnene Projekte werden anteilig abgerechnet.

Bei Stornierung durch den Kunden nach Projektstart ist die Anbieterin berechtigt, die bis zum Zeitpunkt der Stornierung angefallenen Kosten und Leistungen sowie eine angemessene Stornogebühr zu verrechnen, soweit gesetzlich zulässig.

Für Verbraucher gelten zwingende gesetzliche Rücktritts- und Widerrufsrechte nur, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind. Sofern die Leistungen der Anbieterin auf eine sofortige Ausführung nach ausdrücklicher Zustimmung des Verbrauchers gerichtet sind, kann ein Widerrufsrecht im gesetzlich zulässigen Umfang entfallen.

6. Haftungsbeschränkung

Die Anbieterin haftet nur für Schäden, die auf vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung beruhen. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet die Anbieterin nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), jedoch der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden.

Eine Haftung für mittelbare Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Produktionsausfall, Datenverlust, Zinsverluste oder reine Vermögensschäden ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.

Die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften, insbesondere dem Produkthaftungsgesetz und zwingenden Bestimmungen des KSchG, bleibt unberührt.

Der Kunde ist für die rechtliche Zulässigkeit seiner Inhalte, Zielgruppen, Kontaktlisten und Kampagnenanweisungen verantwortlich. Die Anbieterin haftet nicht für Schäden, die aus unrichtigen, unvollständigen oder rechtswidrigen Kundenvorgaben entstehen.

Sofern die Anbieterin technische Systeme, Telefonanlagen, CRM-Systeme, Software oder Drittplattformen einsetzt, haftet sie nicht für Ausfälle oder Störungen, die außerhalb ihres Einflussbereichs liegen, etwa bei Netzbetreibern, Hosting-Diensten oder Softwareanbietern.

7. Geistige Eigentumsrechte

Alle Urheberrechte, Markenrechte, Kennzeichenrechte, Nutzungsrechte und sonstigen Schutzrechte an Konzepten, Skripten, Gesprächsleitfäden, Arbeitsmethoden, Auswertungen, Berichten, Texten, Präsentationen, Vorlagen, Tools und sonstigen von der Anbieterin erstellten Arbeitsergebnissen verbleiben, soweit nicht ausdrücklich anders vereinbart, bei der Anbieterin.

Der Kunde erhält an den im Rahmen des jeweiligen Projekts erstellten Ergebnissen ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für den vertraglich vereinbarten Zweck und Zeitraum, sofern die vereinbarte Vergütung vollständig bezahlt wurde.

Eine Weitergabe, Vervielfältigung, Veröffentlichung, Bearbeitung oder sonstige Nutzung über den vereinbarten Zweck hinaus ist nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Anbieterin zulässig.

Vom Kunden bereitgestellte Unterlagen, Marken, Daten und Inhalte verbleiben im Eigentum bzw. Verantwortungsbereich des Kunden. Der Kunde räumt der Anbieterin die für die Vertragserfüllung erforderlichen Nutzungsrechte ein.

8. Datenschutz und Vertraulichkeit

Die Parteien verpflichten sich zur Einhaltung der anwendbaren datenschutzrechtlichen Vorschriften, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), des Datenschutzgesetzes (DSG) sowie sonstiger einschlägiger österreichischer und unionsrechtlicher Bestimmungen.

Soweit die Anbieterin personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn der Verarbeitung einen separaten Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO, sofern ein solcher rechtlich erforderlich ist.

Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die von ihm übermittelten personenbezogenen Daten rechtmäßig erhoben und an die Anbieterin übermittelt werden und dass für die beabsichtigte Verarbeitung eine gültige Rechtsgrundlage besteht.

Die Anbieterin verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen, zur Erfüllung gesetzlicher Verpflichtungen sowie gemäß ihrer Datenschutzhinweise. Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten, Betroffenenrechten und Kontaktstellen sind in der jeweils aktuellen Datenschutzerklärung der Anbieterin enthalten.

Beide Parteien verpflichten sich, sämtliche vertraulichen Informationen, Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse, Gesprächsinhalte, Kampagnendaten und sonstigen nicht öffentlichen Informationen streng vertraulich zu behandeln und nur für die Vertragsdurchführung zu verwenden.

9. Höhere Gewalt

Keine Partei haftet für die Nichterfüllung oder verspätete Erfüllung ihrer Verpflichtungen, soweit diese auf Ereignissen höherer Gewalt beruhen. Als höhere Gewalt gelten insbesondere Naturkatastrophen, Feuer, Überschwemmungen, Pandemien, Krieg, Terrorismus, behördliche Anordnungen, Streiks, Aussperrungen, Ausfälle von Telekommunikations- oder Stromnetzen, unvorhersehbare Betriebsstörungen oder sonstige außerhalb des zumutbaren Einflussbereichs liegende Ereignisse.

Die betroffene Partei hat die andere Partei unverzüglich über Eintritt, Art und voraussichtliche Dauer des Ereignisses zu informieren und alles Zumutbare zu unternehmen, um die Auswirkungen zu begrenzen. Dauert das Ereignis länger als angemessen an, sind beide Parteien berechtigt, den Vertrag aus wichtigem Grund zu beenden, sofern die Fortsetzung unzumutbar ist.

10. Änderungen dieser Bedingungen

Die Anbieterin ist berechtigt, diese AGB jederzeit zu ändern, sofern dies aus sachlichen Gründen erforderlich ist, etwa aufgrund geänderter Rechtslage, Rechtsprechung, technischer Entwicklungen, organisatorischer Anpassungen oder zur Klarstellung.

Änderungen werden dem Kunden in geeigneter Form mitgeteilt. Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb der mitgeteilten Frist, gelten die Änderungen als angenommen, soweit dies rechtlich zulässig ist. Auf das Widerspruchsrecht und die Folgen des Schweigens wird der Kunde gesondert hingewiesen.

Für bereits geschlossene Einzelverträge gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten Bedingungen, sofern nicht zwingende gesetzliche Änderungen eine Anpassung erfordern oder beide Parteien schriftlich etwas anderes vereinbaren.

11. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Es gilt ausschließlich österreichisches materielles Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts, soweit rechtlich zulässig.

Für Verträge mit Unternehmern wird als ausschließlicher Gerichtsstand, soweit gesetzlich zulässig, das sachlich zuständige Gericht in Wien vereinbart. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

Zwingende verbraucherschützende Bestimmungen des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt, soweit sie nach anwendbarem Recht nicht abbedungen werden können.

12. Kontaktinformationen

DialogKompass Austria GmbH
DialogKompass, Schönbrunner Straße 213/2/18
1120 Wien, Österreich

E-Mail: [email protected]
Telefon: +43 1 890 47 26

13. Salvatorische Klausel

Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam, undurchsetzbar oder nichtig sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

An die Stelle der unwirksamen, undurchsetzbaren oder nichtigen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung. Soweit dies eine unzumutbare Härte für eine Vertragspartei darstellen würde, verpflichten sich die Parteien, die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame Regelung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der ursprünglichen Bestimmung am nächsten kommt.

7/10/2026 Startseite